Hammer oder Spritze?

Der alltägliche Wahnsinn

Streiks an kommunalen Krankenhäusern

Ab Montag streiken die kommunalen Krankenhäuser.

Für mich als Honorarknecht bedeutet das zunächst mal nicht viel.

Nur, daß es mehr Angebote geben wird. Die ich natürlich nicht annehmen werde.

Durch uns Honorarärzte bekommt ärztliche Arbeit einen höheren Wert. Früher oder später werden die Krankenhäuser (bzw. die Träger) verstehen müßen, daß man mittlerweile für Erdnüße eben nicht mal mehr Affen bekommt.

Es steht natürlich ausser Frage für mich (und ich denke auch für die anderen Honorarärzte) diese Streiks zu behindern.

Wir sind keine Streikbrecher.

Wir haben die Festanstellung in den Krankenhäusern aufgegeben, weil uns die Hierarchie auf den Senkel ging, weil wir keine unbezahlten Überstunden mehr machen wollten, weil uns die ewigen Dienste, die uns am Ende nicht mal Anerkennung brachten nicht mehr schmeckten.

Ich mache jetzt auch noch Überstunden, ich mache immer noch (und sogar gern) Dienste.

Aber was ich sicher nie tun werde ist den angestellten Kollegen den Arbeitskampf versauen.

Die Forderungen sind berechtigt und nach wie vor überfällig. Und ich unterstütze den Arbeitskampf, wo ich kann. Auch wenn das in meinem Fall eben heißt NICHTS zu tun.

16. Mai 2010 Posted by | Klinik | , , | 1 Kommentar