Hammer oder Spritze?

Der alltägliche Wahnsinn

Stich ins Hornissennest

Irgendwas habe ich getroffen.

Mein Blog wird ja nun nicht besonders viel gelesen. Die Zahlen finde ich zwar nett (wenn ich mal nachsehe, was eher selten der Fall ist), aber sie sagen mir nichts. Mal sinds 300, mal sinds 150 Klicks pro Tag. Ist das viel? Woher soll ich das wissen?

Interessiert mich auch nicht. Ich schreibe zum Teil um mir was von der Seele zu reden, manchmal um mir Luft zu machen und manchmal einfach nur, um irgendwas zu schreiben.

Manchmal fange ich an, schreibe irgendwas, lösche es wieder weil mir was ganz anderes einfiel, haue das in die Entwürfe, schreibe noch was anderes, und poste das dann. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Großartig interessieren tut das ein paar Leute die mitlesen. Aber von weltbewegender Bedeutung ist das alles nicht. Ist eben ein Weblog.

Manchmal „triggert“ ein Artikel woanders einen von mir. Manchmal komme ich darüber auf wieder eine andere Idee. Und schreibe darüber. Oder auch nicht.

Literarisch wertvoll ist das alles sicher nicht. Journalistisch höchstens im allerweitesten Sinne. Kann jeder lesen, aber niemand muß.

Ich erhebe keinen Anspruch auf „gut geschrieben“ oder „Thema interessant“ (ausser für mich, sonst würde ich es nicht schreiben) oder „wichtige Information“.

Ich schreibe über was ich denke, was ich erlebe. Was meine Erfahrungen sind.

Es wäre zwar schön, wenn die alle positiv wären und ich alle anderen Menschen – egal welchen Berufes – in höchsten Tönen loben könnte (von meiner Warte aus), aber dem ist nun mal nicht so.

Ich habe meinen Ärger mit Verwaltungen (mittlerweile kaum noch), mit dem Finanzamt, mit den Versicherungen, mit Kollegen, mit Ärzten und (ja auch das, aber selten) dem Rettungsdienst. Mit den Nachbarn (da hab ich allerdings echtes Glück), mit dem Milchmann (als ob ich Milch trinken würde), mit der Tussi an der Kasse, dem Müllmann, der deutschen Post, meinem Telefonanbieter, meinem Internetprovider, dem Hoster meiner Homepage (den ich nur wärmstens empfehlen kann… wenn ich mal wieder was an der Homepage basteln will), dem Typen der hier in der Anwohnerstraße parkt aber aus Kleinsonstwo kommt und keine Genehmigung hat, mir aber den Parkplatz nimmt) und mit der Bedienung in der Kneipe, die Stunden braucht für ein pupsiges Bier.

Nicht immer, aber manchmal macht mir jeder davon das Leben schwer.

Und? So what? Das ist das Leben. So ist es nun mal.

Und so ist es auch im Beruf.

In jedem Beruf.

In diesem Fall habe ich allerdings einigen Leuten auf den Schlips getreten.

Ich habe auch schon meinen Senf zu anderen Fachrichtungen abgegeben. Und die über mich und meine Fachrichtung. Schenkt sich nichts, denke ich.

Nur eine Fachrichtung hat bisher Zeter-und-Mordio geschrien. Man möchte meinen, ich hätte sie alle als Brandschatzer und anderweitig fragwürdige Gestalten betitelt.

Manch einer verlor dabei die Kontenance und sprach sich in gekränktem Stolz gleich gegen die schreiberischen Fähigkeiten aus (man mag ja nicht unbedingt Feuer ins Öl giessen, aber so recht inhaltsvoll finde ich den betreffenden Blog nun auch nicht…). Kann ja sein, den Anspruch auf literarische Edelsteine erhebe ich auch nicht.

Das Sprichwort geht: Der getroffene Hund bellt.

Persönlich finde ich, daß dieser spezielle Hund schon recht laut gebellt hat.

An anderer Stelle ist man auch schon über meine Lieblingsfachrichtung hergezogen.

Ein Widerspruch dagegen verbietet sich mittlerweile. Leider.

Nicht, weil ich nichts mehr dagegen sagen kann, sondern weil mir Premiumpatientin fehlt. Dieser unser medizingetränkter Teil der Blogsphäre ist ärmer ohne sie.

Widerspruch gegen diesen Post wäre auch aus einem anderen Grunde sinnlos:

Er betrifft mich nur in kleinen Teilen. Und die Teile, die mich betreffen, gebe ich freimütig zu. Ja, die sind so (Teile von Punkt 2, erster Teil von Punkt 3).

Also könnte ich mich aufregen über Teile, die mich nicht betreffen (was dämlich wäre) oder über Teile die stimmen und die ich sogar zugebe. Ohne mir irgendwas aus irgendeiner Krone zu brechen. Was noch dämlicher wäre.

Natürlich kann ich nicht für alle Notärzte sprechen. Woher auch? Das höchste der Gefühle ist mal ein LNA, aber sonst erlebe ich andere Notärzte nicht bei der Arbeit.

Ich kann aber über Erlebnisse mit den ärztlichen Kollegen sprechen, die an den Schnittstellen zur Primärversorgung stehen. Manche davon gut (oder in meinen Augen gut), andere nicht so gut (auch in meinen Augen).

Eine spezielle Fachrichtung an der Schnittstelle zur Primärmedizin (oder zumindest ein oder zwei der darin Tätigen) fühlte sich allerdings augenscheinlich bemüßigt, dagegen aus der unteren Schublade heraus zu wettern.

Ist recht, vielleicht gab es da schlechte Erfahrungen der Vergangenheit. Notärzte sind nicht der Nabel der Welt.

Wir haben ein ziemlich kleines Gebiet (eines der Kleinsten überhaupt), sind nicht zwingend Facharzt. Viele sind es, viele nicht.

Wenn ich einen Blogpost lese, der mich betrifft (meine Fachrichtung), dann gebe ich meinen Senf dazu, dann sage ich, was wo nicht stimmt, meiner Meinung nach.

Und jetzt bin ich mal arrogant: Ich lasse mich nicht dazu herab, den jeweiligen Schreiber als ansonsten unfähig oder seine Schreibkunst als schlecht zu beschreiben: Denn das ist nun wirklich unter meiner Würde. Auf dieses Niveau begebe ich mich vielleicht mal in hitzigen Forumsdebatten, aber NICHT bei Blogs.

9. Dezember 2010 Posted by | Allerlei, Notarzt | , , , , | 9 Kommentare

Homöopathie wirkt doch!

Ich bin ja eigentlich einer, der dieses „Verdünnen in einer Kugel Wasser mit einem Durchmesser von einer Astronomischen Einheit“ mal mindestens belächelt. Etwas gequält lächelt. Verkniffen, sozusagen.

Aber ich habe mich getäuscht! Das Zeug ist doch zu was gut!

(Gefunden erst bei Pharmama und die hats von Herzdamengeschichten)

14. August 2010 Posted by | Allerlei, Fundstück | , , | Hinterlasse einen Kommentar

Legoeisenbahn

Weil ich heute morgen auf eine Aktionfigur gedappt bin und mir dabei nur einfiel „gottseidank spielt er noch nicht mit Lego“ und das eine recht abstruse Gedankenreihe in Gang gesetzt hat, war dieser Nachmittag dem Basteln gewidmet.

Und zwar meine uralte Lego-Eisenbahn.

Mein Wohnzimmer ist nun also in eine einzige Eisenbahnfläche verwandelt worden.

Aber wie früher… nach einer Weile brausen nur noch die Motoren im Kreis ohne Aufbau und man wartet drauf, daß sie irgendwo mit Schmackes zusammenrumpeln.

Völlig OT, völlig sinnfrei… aber das muß auch mal sein!

😉

Am Wochenende wird die Landschaft dazu erschaffen!

Update: Bei dem Wetter muß die Landschaft warten. Mal abgesehen davon: Es ist unglaublich, was man für einen Muskelkater bekommen kann, wenn man drei Stunden auf dem Boden rumkrabbelt…

20. Mai 2010 Posted by | Allerlei | , , , , | 3 Kommentare