Hammer oder Spritze?

Der alltägliche Wahnsinn

Mal wieder Lego!

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2. Juni 2011 Posted by | Uncategorized | 12 Kommentare

Ich habe gar kein Auto.

Nachdem es erst den Von-und-zu erwischt hat und nu der Tochter vom äh Stoiber an den Kragen geht wird das Filzen von Doktorarbeiten ja zum Volksport.

Zu Recht natürlich.

Also ich kann mit Fug und Recht behaupten, daß ICH bei meiner Doktorarbeit garantiert nicht beschissen habe. Ich hab nicht abgeschrieben, keine Quellen vergessen (garantiert!), nicht von jemand anderem schreiben lassen und auch niemand dafür bezahlt, daß die Note besser wird.

Klar ist das verlockend. Es geht ja nur um die zwei Buchstaben. Was in der Arbeit drin steht, interessiert doch danach niemand mehr.

Dachte sich der Von-und-zu wohl auch. Tja.

Gut, in der Medizin interessiert es hinterher wirklich niemand. Daß das meistens keine großartigen Forscherleistungen sind, ist ja bekannt (Ausnahmen gibts. Meine war keine Forscherleistung). Schummeln darf man dabei trotzdem nicht.

Und es ist auch Schummeln, wenn es niemand merkt.

Beim Von-und-zu gings ja auch um eine unberechtigt gute Note. Also selbst WENN er das Ding selbst geschrieben hätte (nochmal: meine hat niemand anders geschrieben), dann wärs immer noch nur ein „naja, lassen wir das mal gelten“ und kein „Prädikat“.

Bitte nicht mich fragen, was ein „Prädikat“ ist. Ich hab keine Ahnung, was die Juristen da so treiben.

Im Grundsatz sollte ein Doktortitel etwas sein. Er sollte nicht käuflich sein. Es sollte tatsächlicher Zugewinn an Wissen dabei heraus kommen. Nicht einfach irgendwas statistisches auswerten.

So, und nun noch mal zu meiner Doktorarbeit.

Was für ne Note? Keine.

Ich habe keinen Titel.

26. April 2011 Posted by | Uncategorized | 2 Kommentare

Holzhammernarkosen (plus Ratespiel)

Jop, ich kanns noch!

Nachdem ich eine ganze Weile nichts ausser Straßenclown gemacht habe um meine Brötchen zu verdienen, steht dieser Monat im Zeichen der Narkosen.

In einem kleinen Örtchen, das bereits 100 km in jeder Richtung auf den Straßenschildern steht, dessen Namen jeder kennt aber kaum einer je dort war.

Eben WEIL es schon Kilometerweit ausgeschildert ist und es auf der Strecke kaum eine Möglichkeit gibt, großräumig drum herum zu fahren. Denn was tut eine Stadt, wenn JEDER, der grob in die Richtung muß/will sie anfahren muß? Richtig: Man baut eine Umgehungsstraße…

Die Stadt lag schon des öfteren auf meinem Weg. Aber dort war ich noch nie. Bis, ja bis das Krankenhaus dieser Stadt einen (oder mehrere) Anästhesisten suchte. Zwar lieber auf Dauer, aber die sind dünn gesäht…

Malerisch, der Ort. Schöne Gegend. Mal sehen, vielleicht komm ich den Monat auch noch mal mit dem Mopped hierher.

Krankenhaus ist riesig, was auch daran liegt, daß es in der näheren Umgebung nichts anderes gibt.

Einen Fluß gibts auch (naja, grade so eben ein Fluß. Ein groß geratener Bach, eigentlich). Eine Kirche/Kathedrale/Kloster/wasauchimmerdasist gibts auch.

Den Namen kennt jeder.

Wer rät?

4. April 2011 Posted by | Uncategorized | 19 Kommentare

Was für ein Leben…

Wieder Nachtdienst. Wieder NEF.

Naja, was soll ich sagen? Der Urlaub will verdient sein. Der ist zwar vorbei, aber als Honorararzt kostet freie Zeit und Urlaub nicht nur Geld, man verdient in der Zeit auch keines.

Allerdings fällt einem das nicht so auf. Weil man anders als ein Angestellter nicht in Plus- und Minusstunden denkt. Sondern sehr viel profaner und direkter in Umsatz.

Kommt im Schnitt genug Umsatz rein, ist alles im grünen Bereich. Wobei ich das im Vorfeld eher grob über den Daumen peile. Und hinterher den Umsatz zusammenrechne.
Bei der Überschlagsrechnung muß man natürlich den Urlaub mit überschlagen. Und zwar weniger, was der selbst kostet und mehr, wie die freie Zeit den Umsatz beeinträchtigt.

Ich gehe davon aus, daß jeder Freiberufler und Selbstständiger das sowieso weiß. Es ist auch eigentlich mehr eine Nabelschau, eine Selbstbeobachtung. Ich gehe anders mit meiner Zeit um. Ich plane sie anders.

Und da hatte es dieser Monat echt in sich.
Sicherlich habe ich die Planung etwas übertrieben. Oh, nicht bis zu dem Punkt, an dem die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit beeinträchtigt wird, das nun nicht. Aber rein rechnerisch einen Monat lang 80 Stunden/Woche zu prügeln gehen aufs Gemüt.

Naja, eigentlich nicht mal das. Meine Laune ist gut. Ziemlich gut sogar.

Aber was bei den Dauer-Diensten passiert ist, daß es völlig das Zeitgefühl verdreht. Der Rhythmus spielt völlig verrückt.

Man ist zu den unmöglichsten Uhrzeit wach und zwar auch, wenn man gerade keinen Dienst hat. Da wird der Morgen nach dem Dienst schnell mal zum „Feierabend“, der Tag wird verpennt und abends ist man pudelwach und kann die Nacht nicht schlafen.

Was nicht weiter tragisch ist, ich bin ohnehin eher ein Langschläfer und Nachtmensch.

Allerdings, wäre ich verheiratet, würde ein solcher Monat wohl beim Scheidungsrichter enden.

31. März 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Die Saison ist eröffnet

Die Saison ist offiziell eröffnet!

Es ist zwar noch nicht wirklich warm, aber auch nicht unangenehm, das Bier ist kalt, die Sonne scheint. Und da meine Ablösung eine „Interne“ war und logischerweise nicht mein Bett in Beschlag nehmen wollte, konnte ich auch noch eine Weile weiter schlafen und damit hing mir der Einsatz nachts um halb Vier nicht den ganzen Tag nach. Ein fetter STEMI übrigens. Weniger der Patient (obwohl der auch nicht schlank war), aber das EKG sah nicht eben rosig aus.

Was ganz praktisch ist, denn wir haben neue Defis bekommen und dabei wurde die Diagnose-Software kurzerhand eingespart.

Ich bin ja nun nicht die EKG-Koryphäe, aber wenn die komplette Vorderwand hebt, dann seh ich das auch. Inklusive Lungenödem.

Jedenfalls lasse ich mir jetzt das Bierchen schmecken, auch wenn die Bekleidung der holden Weiblichkeit noch nicht wirklich auf Frühling umgestellt ist.

Aber der Sommer wird schon kommen…

24. März 2011 Posted by | Uncategorized | 1 Kommentar

Lange Schicht

Der für mich normale Drei-Tages-Wahnsinn geht langsam aber sicher dem Ende zu.

Noch etwa sechs Stunden, dann geht eine 72-Stunden-Schicht zu Ende.

Massenweise Patienten in unterschiedlichen Zuständen, mit unterschiedlichen Beschwerden. Man soll zwar die Schicht nicht vor dem Feierabend (Morgen) loben, aber bis jetzt ohne grünen Schein. Mal die Daumen drücken, daß das auch die letzten paar Stunden so bleibt.

Hochdramatische Meldungen auf dem digitalen Piepser stellten sich durch die Bank als halb so dramatisch heraus, die OGIT als Nasenbluten – bei einem Druck von 220 auch keine echte Überraschung – dar, die exacerbierte COPD als im beginnen, der STEMI zwar am EKG sichtbar, aber mit eher harmlosen Beschwerden und Hämodynamik.

So mag ich das.

Wenn jetzt der Wetterbericht noch hält was er verspricht, werd ich mich nach ein paar Stunden Schlaf morgen gemütlich in die Sonne setzen und den lieben Gott (welchen auch immer, ich tippe da ja auf Eru Iluvatar) einen guten Mann sein lassen. Oder eine gute Frau.

Solange die Sonne scheint und das Bier kalt ist, ist mir das ziemlich egal.

24. März 2011 Posted by | Uncategorized | 3 Kommentare

Carpe diem

Ziemlich lange Funkstille. Zugegeben.

Nicht, weil ich nichts schreiben wollte, oder weil keine Zeit dafür da gewesen wäre.

Sondern einfach weil nichts da war zum Schreiben. Natürlich war mein Leben nicht ereignislos und den ein oder anderen hätten meine Urlaubsgeschichten sicher mal mindestens neidisch gemacht.

Oder was mein Privatleben so treibt interessiert sicherlich auch manche. Vielleicht. Mich vor allem.

Aber all das ist nicht Gegenstand dieses Blogs und gehört auch nicht dringend in die Öffentlichkeit.

Irgendwann wollte ich auch mal einen Jahresrückblick für 2010 verfassen, aber über „Es war ein gutes Jahr“ kam ich nicht hinaus. Mehr gab es nicht zu sagen. Den Rest interessiert vielleicht die Steuer oder den Steuerberater.

Nach wie vor tingle ich durch die Republik, hier eine Woche Notarzt, da zwei Wochen Narkosen. Und dazwischen mal eine Woche ausspannen.

Die Arbeit im OP ist ja naturgemäß meistens so spannend wie Gras beim Wachsen zuzusehen. Da ist es nur normal, wenn ich darüber nicht oder nur selten berichte.

Da gibt der Notarztdienst schon mehr her. Jedenfalls normalerweise. Nur in der letzten Zeit eben nicht. Die üblichen Krankheitsbilder in der üblichen Konstellation. Nichts, was großartig im Gedächtnis bleibt.

Natürlich ist jeder Patient auch ein Mensch, ein Schicksal. Und wird auch so behandelt.

Aber durch die Menge bleiben kaum Namen im Gedächtnis, nach ein paar Tagen ist der Herr Mayer-Müller-Schmitt mit dem STEMI und der sehr besorgten Ehefrau nicht mal mehr ein Gesicht und der Name ist längst vergessen.

Hin und wieder kommt einem eine Straßenecke bekannt vor. „War hier nicht…? Wann war das nochmal?“ oder ein unbestimmtes „Ich glaube, ich war hier schon mal…“

Gesichter huschen vorbei. Für die Menschen, die es direkt betrifft, jedesmal ein Ausnahmezustand, ein einschneidendes Ereignis.

Und für uns? Nach eine Woche sind selbst die Fälle, die ausserhalb der Normalität waren vergessen, die Gesichter verschwommen, wenn überhaupt noch da.

Es kann auch gar nicht anders sein.

Wie sagt Ferris Bueller? Manchmal sollte man anhalten und sich umsehen. Es könnte sein, daß man das Leben sonst verpasst.

Und wenn die Arbeit im Rettungsdienst eines lehrt, dann das:

Das Leben kann sehr schnell vorbei sein.

23. März 2011 Posted by | Uncategorized | 2 Kommentare

I wui nur Schifoan!

Sodala, der Holzhammer hat Urlaub. Nicht lange und nicht viel, aber immerhin…

Gestern war der Schnee gut und die Sicht schlecht, aber gerade kommt die Sonne.

Da will man nicht an Arbeit denken. Und obwohl der Rettungsdienst am Berg sicherlich einiges zum Nachdenken bietet und auch hoch interessant ist, gibts nur eins!

Skifoarn!

29. November 2010 Posted by | Uncategorized | 1 Kommentar