Hammer oder Spritze?

Der alltägliche Wahnsinn

Allerlei

In letzter Zeit hat sich der Golf November schwer zurückgehalten. Wirklich. Seit Monaten eigentlich schon. Schnell auf Holz klopfen, das kann so bleiben.

Den „Internistischen“ gings nicht so schlecht, die „Chirurgischen“ hatten zum Teil unglaublichen Dusel (unglaublich ist gar kein Ausdruck!) und die „Pädiatrischen“ hatten im Effekt alle nichts. Wie gesagt, das kann so bleiben.

Es gab ein paar lustige Erlebnisse, ein paar traurige, aber alle nicht so, daß sie den Schlaf rauben. So kanns bleiben…

Tja, was gibt es sonst Neues? Nicht viel. Wenn man es so genau betrachtet, eigentlich nichts. Das Blaulicht ist immer noch blau, ein Narkosegerät macht immer noch Narkose, die Schuhe haben immer noch Stahlkappen.

Oh, naja. Ein neuer Computer ziert meinen Schreibtisch, aber das dürfte ja nun wirklich eher von minderem Interesse sein, ausser für mich.

Ansonsten ist es Winter. Und der hatte eine kalte Woche, die ich am Ende der Welt verbracht habe. Oder wenns nicht das Ende der Welt war, dann konnte man das von da aber ziemlich gut sehen.

Sogar im Fernsehen war der Holzhammer mal zu sehen. Gut, der Name war falsch und der Beruf auch, aber immerhin habe ich mich dabei nicht völlig blamiert. Wer also aufmerksam die Nachrichten verfolgt hat, weiß nun etwas mehr über mich. Nicht viel mehr. Nur ein bißchen. Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich mich auch vorher rasiert…

Soweit erstmal wieder für eine kurze Rückmeldung. Nur, damit niemand denkt, mich gibts nicht mehr…

15. Februar 2012 Posted by | Allerlei | , , | 3 Kommentare

Sie ist wieder da!

Dann reihe ich mich auch mal ein in die Reihe der Willkommenheisser!

Die Heldin in Chaos ist wieder da!

Woran der damalige Abschied lag, bleibt wohl ein Geheimnis (oder in den bis jetzt ungelesenen Kommentaren versteckt.

Jedenfalls ist Josephine wieder da und das ist gut so! Frei nach Wowereit,

Und weil ich selber in letzter Zeit (…ööööhmmmm…) mehr als schreibfaul war, ist das vielleicht auch der Ansporn für mich, wieder mehr zu schreiben.

Welcome back!

15. Februar 2012 Posted by | Allerlei | | Hinterlasse einen Kommentar

Jetzt wirds peinlich….

Ja, ich weiß, schon wieder Politik.

Danke, mir ist auch schon selber schlecht.

Und zwar wieder mal der Herr Uhl.

Hat er doch die letzten Tage schon mehrfach Blobposts von mir getriggert([1], [2]), entblödet er sich nicht, immer noch einen nachzuschieben. Also entweder er oder seine Pressestelle. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, daß der Mann selbst bei Abgeordnetenwatch antwortet.

Zur Erinnerung: Es geht darum, daß es eine deutliche Diskrepanz zwischen dem gibt, was der Herr Uhl tatsächlich gesagt hat und dem, was dann im Protokoll steht.

Die erste Antwort dazu bei Abgeordentenwatch war noch so ungefähr nachvollziehbar, wenn auch falsch.

…der von Ihnen zitierte Satz ergibt so natürlich keinen Sinn. Ich bedaure den sprachlichen Missgriff; in freier Rede kann so etwas passieren.

Richtig ist, daß in freier Rede so etwas passieren kann. Falsch ist, daß der Satz keinen Sinn ergibt. Das tut er nämlich durchaus. Freud’scher Versprecher, anyone?

So, und nun? Nun beantwortet er die Frage, warum denn im Protokoll was ganz anderes steht, als das, was er nun mal gesagt hat. Und wie windet er sich da heraus?

…das Protokoll wurde vom stenographischen Dienst des Deutschen Bundestages autonom, also ohne jede Beeinflussung meinerseits, so erstellt.

Oh. Ach so. Der Uhl wars gar nicht. Der stenografische Dienst hats verbockt. Aaaah ja.

Übrigens, der Mond ist aus Käse und die Erde eine Scheibe. Und überhaupt dreht sich das ganze Universum um die CSU die Erde.

Und es geht weiter:

Der stenographische Dienst schreibt das gesprochene Wort ins Reine und nimmt dazu ggf. Änderungen vor, die der Aussage sprachlich gerecht werden, insbesondere bei Schachtelsätzen. Das Protokoll dient der Übertragung des gesprochenen Worts in eine lesbare und die Intention des Redners treffende Textversion. Dies ist eine sinnvolle Ergänzung des Bild- und Tonmitschnitts.

Es mag ja durchaus sein, daß das Gesagte mit der Intention des Sprechers nicht so wirklich übereinstimmt. Das kann hier ja sogar der Fall gewesen sein.

Aber mal ehrlich: Glaubt Irgendjemand, daß der stenografische Dienst von sich aus einfach mal so die Rede des Herrn Uhl umschreibt?

Die Änderung ist nicht eben klein. Der Sinn des Gesagten – ob es nun mit Herrn Uhls Intention übereinstimmt oder nicht sei mal dahingestellt – wurde massiv verändert.

Was ist wahrscheinlicher: Daß ein Stenograph so schlecht in seinem Job ist, daß er das gesprochene Wort einfach mal so drastisch verändert oder das Herr Uhl (oder sein Pressemensch) da selbst Hand angelegt hat?

Und jetzt – wie in der CSU wohl so üblich – erstmal alles leugnet und dann jemand anders die Schuld zuschiebt?

Ich wäre jedenfalls mal sehr gespannt, ob der stenografische Dienst auch was dazu sagt.

22. Oktober 2011 Posted by | Allerlei, Politik | , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Quo vadis, Apple?

Ich gebe zu, ich mag die Produkte von Apple. Naja. So halbwegs, wenigstens.

Ich habe einen iPod Classic im Auto, einen iPod Touch zum Daddeln und ein iPhone.

Letzteres ist nicht ganz so praktisch wie gedacht, aber seis drum. Die virtuelle Tastatur ist nicht ganz so schön zu bedienen wie die zwar kleine, aber haptisch vorhandene beim Blackberry.

Aber darum gehts gerade nicht. Die Produkte sind gut, machen Spaß und erfüllen den Zweck.

Aber die dahinterstehende Firma fällt immer mal wieder durch ausgesprochen humorlose Aktionen auf.

Da wird schon mal Koziol wegen eines Eierbechers verklagt.

Und diesmal?

Ein Café. Wegen eines Logos.

Ich habe keine Ahnung, was es in dem Café gibt. Kaffee, nehme ich mal an. Und Äpfel vielleicht.

Der Laden heißt „Apfelkind“. Und hat ein Logo. Ein Apfel darauf und ein Kindergesicht. Plus Schriftzug.

(Bild ist von der Facebookseite des Ladens)

Wegen Verwechslungsgefahr!

Also bitte, Apple. Augen aufmachen! Erstens ist es ein Cafè und keine Computerschmiede, zweitens kann man die Logos aber so GAR nicht verwechseln und drittens könnt ihr doch nicht hergehen und einfach jeden verklagen, weil er einen Apfel im Logo hat.

Die Kiste mit dem „EiPott“ könnte man ja sogar noch verstehen. Verstehen ja, nachvollziehen nein. Das war einfach schlechte Taktik. Wäre ich Apple hätte ich einfach Koziol angehauen und mit denen zusammengearbeitet. Aber gut. Wolltet ihr nicht. Schade. Euer Problem. Und meins, weil ich mir jetzt so einen witzigen Eierbecher nicht kaufen kann.

Aber einen Kaffeeschuppen?

Für mich sieht das nach einem Beißreflex aus. Jeder, der es wagt einen Apfel ins Logo zu nehmen wird einfach mal verklagt. Oder zumindest angegangen. (Bis jetzt ist es wohl nur ein Widerspruch gegen das eingetragene Logo.)

Der Basic Thinking Blog hat da wohl nachgefragt. Und der Aussage der Besitzerin kann ich mich nur anschliessen:

Es kann ja wohl nicht sein, daß Apple jeden angeht, der einen Apfel ins Logo packt.

Römer geht es jetzt um mehr als, als sie sich entschloss, die Medien einzuschalten: “Ich sehe es nicht ein, dass niemand mehr einen Apfel als Logo verwenden darf, nur weil Apple es nicht gefällt.”

UPDATE: Huch… ich weiß zwar nicht, was da los war, aber den Eierbecher gibts wieder!

UPDATE zum Update: Koziol hat beim „EiPott“ zwar verloren, nennt das Ding nun aber „Pott 2.0“. Irgendwie klingt das nach Kindergarten…

22. Oktober 2011 Posted by | Allerlei, Fundstück | , | Hinterlasse einen Kommentar

Zurück von der Blog-Auszeit!

Ja, ich weiß. Lange nichts geschrieben.

Das lag an verschiedenen Dingen.

Zum Einen am neuen Handy, so seltsam das klingt. Der Vorgänger war da erheblich einfacher zu bedienen und es war auch sehr viel leichter und schneller zu tippen. Aber das Ding hatte nach einem etwas slapstick-artigen Absturz ins Wasser so seine Probleme. Und mit dem neuen Ding geht das tippen nicht so leicht von der Hand.

Zum Anderen lags am Job. Es gab zwar viel zu tun, aber nichts, was des Bloggens wert gewesen wäre. Die Routine eben.

Und zum Dritten hatte das Real-Life auch noch ein Wörtchen mitzureden. Da bleib insgesamt wenig Zeit, sich mal hinzusetzen und was zu schreiben.

Aber ich gelobe Besserung und es könnte heute noch der ein oder andere Eintrag folgen.

19. Oktober 2011 Posted by | Allerlei | | Hinterlasse einen Kommentar

Der Sommer fällt dieses Jahr auf ein Wochenende

Was ist denn hier los? Sonne satt und warm und blauer Himmel.

Ich sehe schon wieder die Schlagzeilen:

„Unerträgliche Hitzewelle!einself!!“

Genau so wie im Winter, wenn gerade mal Mausknie hoher Schnee zum „Schneechaos!einself!!“ wird.

Gut, im Winter hat das vielleicht noch einen politischen Sinn. Wenn man die Räumfahrzeuge zusammenspart, wird aus eigentlich harmlosem Schneefall eben eine halbe Katastrophe.

Wobei das mit dem Schnee ja jedes Jahr wieder völlig überraschend kommt. Kann ja niemand damit rechnen, daß es im Dezember auch mal schneit…

Ok, das Schneechaoseinself hat also seinen Grund. Wenn auch keinen besonders überzeugenden.

Aber der Sommer? Die „unerträgliche Hitzewelle“ ist normalerweise eine Woche lang und kommt mit läppischen 32 Grad Celsius daher. Da kommt meinereiner noch nicht mal richtig ins Schwitzen.

(Na gut, ich bin da vielleicht ein schlechter Maßstab, mit optimaler Betriebstemperatur ohne Leistungsverluste von -20 bis +50 Grad…)

Aber über das Wetter meckern ist ja ohnehin Volkssport.

Eigentlich auch klar, warum.

Das Wetter wehrt sich nicht und viel wichtiger: Ändern kann man es nicht.

Wenn man sich über den Arbeitsplatz beschwert oder über die Ehefrau bzw. den Ehemann schimpft oder über Kernkraftwerke meckert, läuft man Gefahr den einen Satz gesagt zu bekommen:

Dann MACH halt was. Ändere was. Such dir eine neue Stelle, schick den Mann/ die Frau in die Wüste, geh demonstrieren, wähl entsprechend.

Es ist eben so viel einfacher über das Wetter zu meckern anstatt auf die Straße zu gehen und gegen Atomkraft seine Stimme zu erheben…

3. April 2011 Posted by | Allerlei, Politik | , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Weihnachten… da war doch was…

Ich kann machen, was ich will.

Jedes Jahr ist es dasselbe.

Von „Ach, da ist ja noch Zeit“ zu „Wie, das ist MORGEN?“ vergehen gefühlt vielleicht zwei Tage.

Mit dem Resultat, daß ich mittlerweile berühmt-berüchtigt bin für meine Gutscheine.

Nicht, daß ich viel zu besorgen hätte. Aber ein paar Sachen schon.

Auch dieses Jahr wieder.

Dreijährigen kann man das Konzept eines Gutscheins natürlich nicht erklären. Deshalb stand ich auch gestern im Megatrubel bei Toys’R’Us. Lego ist eher was für Pappa, Duplo kann er drin ersaufen… Playmobil ist doch immer wieder gerne genommen.

Dazu kommt noch, daß ich morgen keine Zeit habe. Irgendwer muß ja den Notarzt mimen…

Nuja, ein Geschenk fehlt mir noch. Vielleicht hats ja in der Ecke einen Mediamarkt oder Saturn… und einen RA, der da mitspielt. Aber wenn nicht, dann nicht. Ist nicht so wild.

Eigentlich hatte ich mit meinem Brüderchen ja ausgemacht, entweder nichts oder Unsinn zu schenken…

Was an einem denkwürdigen Weihnachtstag mal dazu führte, daß wir uns gegenseitig was von einer unsäglichen Langhaarzottelband schenkten. Irgendwelche Typen, die miteinander verwandt waren, Friseure in den Ruin trieben und grauenvolle Musik machten.

Oder wars irgendeine peinliche Boy-Group? Wurscht, irgendwas in der Art. Ist auch 25 Jahre her…

Das Problem an diesem eigentlich guten Plan ist, daß Brüderchen mittlerweile verheiratet ist und Frauen im Allgemeinen derartige Absprachen ignorieren.

Und dann die Peinlichkeit, etwas geschenkt zu bekommen und selbst nichts zu schenken, kaum zu überbieten ist.

Die momentane Zählung ist jedenfalls Fünf von Sechs… Steht man nicht mit völlig leeren Händen da.

Rest muß Amazon erledigen…

P.S.: und weil ichs so schön fand: der letzt gehörte Begriff für einen Anästhesisten war „Schnarchnase“. Auch schön. 😉

23. Dezember 2010 Posted by | Allerlei | , | 2 Kommentare

Stich ins Hornissennest

Irgendwas habe ich getroffen.

Mein Blog wird ja nun nicht besonders viel gelesen. Die Zahlen finde ich zwar nett (wenn ich mal nachsehe, was eher selten der Fall ist), aber sie sagen mir nichts. Mal sinds 300, mal sinds 150 Klicks pro Tag. Ist das viel? Woher soll ich das wissen?

Interessiert mich auch nicht. Ich schreibe zum Teil um mir was von der Seele zu reden, manchmal um mir Luft zu machen und manchmal einfach nur, um irgendwas zu schreiben.

Manchmal fange ich an, schreibe irgendwas, lösche es wieder weil mir was ganz anderes einfiel, haue das in die Entwürfe, schreibe noch was anderes, und poste das dann. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Großartig interessieren tut das ein paar Leute die mitlesen. Aber von weltbewegender Bedeutung ist das alles nicht. Ist eben ein Weblog.

Manchmal „triggert“ ein Artikel woanders einen von mir. Manchmal komme ich darüber auf wieder eine andere Idee. Und schreibe darüber. Oder auch nicht.

Literarisch wertvoll ist das alles sicher nicht. Journalistisch höchstens im allerweitesten Sinne. Kann jeder lesen, aber niemand muß.

Ich erhebe keinen Anspruch auf „gut geschrieben“ oder „Thema interessant“ (ausser für mich, sonst würde ich es nicht schreiben) oder „wichtige Information“.

Ich schreibe über was ich denke, was ich erlebe. Was meine Erfahrungen sind.

Es wäre zwar schön, wenn die alle positiv wären und ich alle anderen Menschen – egal welchen Berufes – in höchsten Tönen loben könnte (von meiner Warte aus), aber dem ist nun mal nicht so.

Ich habe meinen Ärger mit Verwaltungen (mittlerweile kaum noch), mit dem Finanzamt, mit den Versicherungen, mit Kollegen, mit Ärzten und (ja auch das, aber selten) dem Rettungsdienst. Mit den Nachbarn (da hab ich allerdings echtes Glück), mit dem Milchmann (als ob ich Milch trinken würde), mit der Tussi an der Kasse, dem Müllmann, der deutschen Post, meinem Telefonanbieter, meinem Internetprovider, dem Hoster meiner Homepage (den ich nur wärmstens empfehlen kann… wenn ich mal wieder was an der Homepage basteln will), dem Typen der hier in der Anwohnerstraße parkt aber aus Kleinsonstwo kommt und keine Genehmigung hat, mir aber den Parkplatz nimmt) und mit der Bedienung in der Kneipe, die Stunden braucht für ein pupsiges Bier.

Nicht immer, aber manchmal macht mir jeder davon das Leben schwer.

Und? So what? Das ist das Leben. So ist es nun mal.

Und so ist es auch im Beruf.

In jedem Beruf.

In diesem Fall habe ich allerdings einigen Leuten auf den Schlips getreten.

Ich habe auch schon meinen Senf zu anderen Fachrichtungen abgegeben. Und die über mich und meine Fachrichtung. Schenkt sich nichts, denke ich.

Nur eine Fachrichtung hat bisher Zeter-und-Mordio geschrien. Man möchte meinen, ich hätte sie alle als Brandschatzer und anderweitig fragwürdige Gestalten betitelt.

Manch einer verlor dabei die Kontenance und sprach sich in gekränktem Stolz gleich gegen die schreiberischen Fähigkeiten aus (man mag ja nicht unbedingt Feuer ins Öl giessen, aber so recht inhaltsvoll finde ich den betreffenden Blog nun auch nicht…). Kann ja sein, den Anspruch auf literarische Edelsteine erhebe ich auch nicht.

Das Sprichwort geht: Der getroffene Hund bellt.

Persönlich finde ich, daß dieser spezielle Hund schon recht laut gebellt hat.

An anderer Stelle ist man auch schon über meine Lieblingsfachrichtung hergezogen.

Ein Widerspruch dagegen verbietet sich mittlerweile. Leider.

Nicht, weil ich nichts mehr dagegen sagen kann, sondern weil mir Premiumpatientin fehlt. Dieser unser medizingetränkter Teil der Blogsphäre ist ärmer ohne sie.

Widerspruch gegen diesen Post wäre auch aus einem anderen Grunde sinnlos:

Er betrifft mich nur in kleinen Teilen. Und die Teile, die mich betreffen, gebe ich freimütig zu. Ja, die sind so (Teile von Punkt 2, erster Teil von Punkt 3).

Also könnte ich mich aufregen über Teile, die mich nicht betreffen (was dämlich wäre) oder über Teile die stimmen und die ich sogar zugebe. Ohne mir irgendwas aus irgendeiner Krone zu brechen. Was noch dämlicher wäre.

Natürlich kann ich nicht für alle Notärzte sprechen. Woher auch? Das höchste der Gefühle ist mal ein LNA, aber sonst erlebe ich andere Notärzte nicht bei der Arbeit.

Ich kann aber über Erlebnisse mit den ärztlichen Kollegen sprechen, die an den Schnittstellen zur Primärversorgung stehen. Manche davon gut (oder in meinen Augen gut), andere nicht so gut (auch in meinen Augen).

Eine spezielle Fachrichtung an der Schnittstelle zur Primärmedizin (oder zumindest ein oder zwei der darin Tätigen) fühlte sich allerdings augenscheinlich bemüßigt, dagegen aus der unteren Schublade heraus zu wettern.

Ist recht, vielleicht gab es da schlechte Erfahrungen der Vergangenheit. Notärzte sind nicht der Nabel der Welt.

Wir haben ein ziemlich kleines Gebiet (eines der Kleinsten überhaupt), sind nicht zwingend Facharzt. Viele sind es, viele nicht.

Wenn ich einen Blogpost lese, der mich betrifft (meine Fachrichtung), dann gebe ich meinen Senf dazu, dann sage ich, was wo nicht stimmt, meiner Meinung nach.

Und jetzt bin ich mal arrogant: Ich lasse mich nicht dazu herab, den jeweiligen Schreiber als ansonsten unfähig oder seine Schreibkunst als schlecht zu beschreiben: Denn das ist nun wirklich unter meiner Würde. Auf dieses Niveau begebe ich mich vielleicht mal in hitzigen Forumsdebatten, aber NICHT bei Blogs.

9. Dezember 2010 Posted by | Allerlei, Notarzt | , , , , | 9 Kommentare

Ach, DASS wars…

Nachdem in den Kommentaren ja letzt der Punk abging, habe ich mir meinen Artikel noch mehrere Male durchgelesen.

Ich glaube gefunden zu haben, was den Kollegen Hausarzt so auf die Palme brachte.

Und zwar muß es der Satz mit dem „Facharzt für leicht erkennbare Krankheiten“ gewesen sein, der da offenbar einen Nerv getroffen hat. Denn der Rest meines Posts kann beim besten Willen nicht als Angriff auf die Hausärzte gewertet werden.

Und? Gynäkologen sind „Höhlenforscher“ oder „Fruchtwasserkapitäne“, Chirurgen sind „Handwerker“, Unfallchirurgen machen „Lego für Erwachsene“, Kardiologen sind „Pumpenspezialisten“, Proktologen schweissen am Auspuff rum, Urologen sind Klemptner.

Und Anästhesisten? „Holzhammerschwinger“, „Schnarchabteilung“, „Beutelquetscher“ oder generell am Schlafen.

Notärzte? „Straßengrabenmedizin“, „Blaulichtgeil“ oder ähnliches.

So what?

Von derartigen Begriffen gibt es viele. Kein Grund zur Aufregung.

Nur hat sich dieser Kollege dadurch wohl in seiner Ehre getroffen gefühlt. Das war nicht meine Absicht.

Mein Artikel war nicht an alle Hausärzte gerichtet, ebensowenig, wie ich über alle Chirurgen in einem anderen Artikel hergezogen bin.

Manche Notärzte machen Unsinn, manche Chirurgen denken nur an die OP, manche Gynäkologen fragen zig Mal, ob denn nun 120.000 Thrombos für einen PDK nun reichen und manchen Hausärzte (oder überhaupt Ärzte) haben nicht viel Ahnung von Notfallmedizin. Und ich habe keine große Ahnung von Antibiotika oder der Therapie von gynäkologischen Erkrankungen.

Und? Ich versuche einem Gynäkologen nicht seinen Job zu erklären und er versucht nicht, mir die Akutmedizin oder die Akutschmerztherapie zu erklären. Oder ich erkläre nicht meinem Schwipp-Schwager, wie er Möbel zu bauen hat.

In diesem Fall hat wohl der Eingangssatz den Kollegen davon abgehalten, den Rest des Artikels objektiv zu sehen. Kommt ja vor. Alles kein Drama.

Was ich allerdings dann doch etwas daneben fand war ein teilweise eher persönlicher Angriff.

Nun gut, auch das kommt vor. Hitzige Unterhaltungen oder Debatten können schon mal ausarten. Liegt in der Natur der Sache.

Allerdings sollte man schon sachlich bleiben. Was meiner Meinung nach dem (bewußt ungenannten) Kollegen wohl nicht so recht gelungen ist.

Thema abgeschlossen.

3. Dezember 2010 Posted by | Allerlei, Notarzt | , , , | 1 Kommentar

Freiwillig, sonst…

Man kann darüber ja denken, wie man will.

Aber was bitte ist an: „Du machst das jetzt, sonst steht die Kripo vor der Tür“  freiwillig?

Kann man erstmal dazu stehen, wie man will, aber wenn ihr nicht versteht, was „freiwillig“ heißt, dann kauft euch halt einen Duden.

Ich meine, da braucht man sich nichts vormachen: Wer so einen „freiwilligen“ Test verweigert (übrigens völlig zu Recht), WIRD unter die Lupe genommen. Und wenn man sich da was aus den Fingern saugen muß.

Aber WIE frech ist das denn, das auch noch offiziell zu sagen und nicht mal mehr den Anschein zu erwecken, der Verfassung zu folgen?

Die machen sich ja nicht mal mehr die Mühe zu lügen!

Kann denen vielleicht mal ein Richter auf die Finger hauen?

(via Fefe)

22. November 2010 Posted by | Allerlei, Politik | , | 1 Kommentar