Hammer oder Spritze?

Der alltägliche Wahnsinn

Zuerst den eigenen Puls fühlen

Beim Stöbern in anderen Blogs ist mir dann doch mal wieder eine Erwähnung des „House of God“ untergekommen.

Und das ich vor ein paar Wochen einem Zivi, der bei etwas hektischeren Einsätzen schnell mal die Kontenance verliert eines der Gesetze empfohlen hatte.

Nämlich die Nummer 3: „Bei Herzstillstand zuerst den eigenen Puls fühlen.“

Jeder kennt das. So ist der Job. Du fährst zum Einsatz, keine Ahnung, was dich erwartet, bist nervös.

Die gute Nachricht: Das verwächst sich. Die schlechte: Nie ganz.

Natürlich ist der Herzinfarkt in Notarztdienst eigentlich eher „harmlos“. Schmerzen in der Brust sind ganz grob gesprochen erstmal bis zum Beweis des Gegenteils (und das geht draussen eben nicht) ein Herzinfarkt (vorausgesetzt, der Rest passt dazu).

Und dann gehts grob nach Schema: MONA greets all patients. Morphin, Sauerstoff, Nitrat, Aspisol. Vielleicht noch ein bisschen am Blutdruck spielen, einen Betablocker, wenn es die Frequenz zuläßt und ab der Fisch.

Für den Notarzt meistens eine dankbare Aufgabe, nur immer mal wieder mit dem Problem behaftet, daß die Patienten nach ordentlichen Morphingaben schmerzfrei sind und manchmal nicht mehr so recht verstehen, warum sie denn nun ins Krankenhaus müßen.

Andere Einsätze sind da weit weniger übersichtlich und so leicht zu lösen.

Aber – auch das ein Gesetz – machs lieber etwas langsamer, aber dafür richtig.

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14. Mai 2010 - Posted by | Notarzt | ,

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